DDR 2.0 — Endziel der deutschen Politik des Kremls

Deutsch, В мире, История, Политика, Статьи / 11 февраля 2016 г.
DDR 2 ГДР

Die Ereignisse von 2014-2015 demonstrieren dass die KGBstisch-terroristischen Behörden Russlands nicht in der Lage sind, auf Augenhöhe mit anderen Beteiligten in internationalen geopolitischen Spielen aktiv teil zu nehmen. Die zur Verfügung der russischen Geheimdiensten stehende Organisationen in den Ländern West- und Osteuropas waren uneffektiv, um pro-Kreml-Stimmungen sowohl in der Bevölkerung, als auch in politischen Kreisen und in der Elite sicherzustellen. Als Folge wurde der betrunkene verrückte Bär mit einem zerrissenen Brust mit einem guten kräftigen Tritt in den Hintern von der internationalen Gemeinschaft aus der Gruppe der Acht (G-8) rausgeworfen.

Die Wirtschaft des Landes wurde in den Stall der Importsubstitution getrieben, und die Zukunft der russischen Behörden als Angeklagten auf der Bank des Haagener Tribunals wird immer deutlicher. Das Versagen der politischen Kombinationen des Kremls hat den Staat Richtung einer großen Katastrophe geschickt, deren Folgen mit jedem Monat die wirtschaftliche und politische Stabilität des Regimes aufs Härteste treffen. Die internationale Gemeinschaft hat die Krim-Annexion ja nicht erkannt und die Bombardierung der syrischen Zivilsiedlungen nicht gerechtfertigt. Des weiteren hat sie die Beteiligung der russischen Geheimdienste und der Streitkräften in militärischem Konflikt in der Ukraine und Leitung der terroristischen Organisationen und bewaffneten Gruppen im Donbass seitens offizielles Moskaus nicht bestritten und darüber hinaus eindeutig verurteilt.

Da das Rote Moskau allerdings den angefangenen Weg der Belebung der blutigen Diktatur nicht verlassen wollte, hat es dafür entschieden alle möglichen Maßnahmen zu ergreifen, die Einfluss-Positionen in den westeuropäischen Ländern für sich zu gewinnen und dadurch seine böswillige Interessen durchzusetzen. Ohne Zweifel wurde Berlin, ein Ausbildungszentrum nicht nur der europäischen, sondern auch der Weltpolitik, zum Schwerpunkt dieser Bestrebungen von Kreml.

Deutschland ist außerdem heutzutage mehr denn je anfälliger für Angriffe verschiedener Bösewichten. So haben die intensivierten Bombardierungen der syrischen Zivilbevölkerung durch die russischen Streitkräfte eine beispiellose Migration von Syrien nach Europa verursacht. Des weiteren schaffte der starke Anstieg der ausländischen Bevölkerung zusammen mit dem Fehlen der ausgewogenen Migrationspolitik in der EU objektive Gründe für den Anstieg der Kriminaltaten, darunter auch derer mit etnischem Vordergrund, in den deutschen Städten.

Dieser Umstand hat natürlich die verschiedenen nationalistischen Organisationen in den europäischen Länder betroffen. Unter diesen Organisationen waren auch die pro-russische öffentliche Gruppen. Sie begannen die wackelige Situation, in die Deutschland geraten ist, auszunutzen um einen bedeutsamen psychologischen Effekt mit Anti-Migrations-Propaganda und Kritik der bundesdeutschen Regierung zu erzielen.

Eine der rechtsgerichteten Bewegungen, zu denen Kreml seine Tentakeln ausgestreckt hat, war die deutsche politische Bewegung „Patriotische Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes“ (PEGIDA). Während ihrer Existenz (die Bewegung ist knapp 1,5 Jahre alt) haben sich die Funktionäre der Bewegung sich als glühende Gegner der in Deutschland und anderen EU-Länder bestehenden sogenannten Toleranz und weichen Migrations-Politik etabliert.

Dutzende von bedeutenden und resonanten Proteste, Streikposten und Demonstrationen die jeweils 10 bis 30 Tausend Menschen sammelten, haben die Idee von Lutz Bachmann, der Gründer PEGIDA in ein Volksbegehren der Gegner der Islamisierung Europas verwandelt. Mit ihrem Auftritt gegen ineffiziente Regierungsmaßnahmen im Migrations-Bereich, setzt sich die Bewegung für Deutschland einer christlichen Kultur, Unzulässigkeit jeglicher Einschränkungen der Meinungsfreiheit auf Grund der Genderproblematik und der politischen Korrektheit und betont Toleranz nur in Bezug auf moderate Muslime.

Trotz der konstruktiven, präzisen und ausgewogenen politischen Forderungen die die deutsche Aktivisten vor allem im Manifest vom Dezember 2014 veröffentlicht haben, versuchten die Einflussagenten des Kremls das Vertrauen der deutschen Nationalisten mit ihren extravaganten geopolitischen Forderungen zu gewinnen und seine nächste radikale “Befreiungs-Bewegung” in Anlehnung an die ukrainische Erfahrung nun auch in Deutschland zu konstituieren. Mit diesem Zweck hat der Kreml die Reserven der „Nationalen Befreiungsbewegung” (NOD), seiner von der KGB-FSB  kontrollierten rechtspopulistischen Organisation der Putin-Fans eingesetzt.

Gerade die Funktionäre der deutschen Zelle dieser Organisation nehmen aktiv an der Prozessionen der PEGIDA teil, wo sie unter den russischsprachigen Teilnehmer verschiedene Porpagandamaterialen verbreiten, die für die Vereinigung von Deutschland und Russland in einen großen Missgeburtstaat unter Namen Slovaria (die zweite Variante- Gerussija) unter der Führung von Putin werben. Dabei diskreditieren diese Flugblätter – wahrscheinlich zwecks besserer Motivierung – den deutschen Staat, in dem sie ihn etweder als Firma oder als Nazi-Staat bezeichnen und die Legitimität der BRD in Frage stellen.

NOD-Aktivisten haben die von der traditionellen Kreml-Propaganda beliebten geschichtlichen Exkurse nicht vergessen. Sie erinnern an die Besatzung von Nachkriegs-Deutschland, derer Folgen die Gründung der BRD und der DDR waren. Sie vergessen nicht über das Oberkommando der Alliierten Streitkräfte (SHAEF) und die Sowjetische Militäradministration in Deutschland (SMAD). Sie haben auch auf die Gesetze von 1949 Bezug genommen und haben am Ende wie folgt zusammengefasst: „Die BRD ist seit 1949 ein Pate von Deutschland“, „Deutschland ist eine NS-Kolonie und ist bis heute Triebkraft des finanziellen, wirtschaftlichen und politischen Faschismus und Nazismus  in Europa und auf der ganzen Welt“, „Der Zweite Weltkrieg ist noch nicht beendet wobei BRD einem umfassenden Frieden hindert“, „Schuh von Vladimir Putin lässt die Nazis nicht die Tür zur einer starren Diktatur in Europa zuzumachen“, „die Lösung des Problems ist die Befreiung von der faschistischen Diktatur in Europa“ usw.

Das ist aber noch nicht alles, denn weiter schlägt NOD vor, mit Hilfe der Militärstaatsanwaltschaft Russlands eine spezielle Abteilung für Ermittlung der Kriegsverbrechen von Faschisten und Nazisten gegen die Menschheit in Europa und auf der ganzen Welt zu schaffen, und anschließend Nürnberger Prozesse 2.0 und Friedenskonferenz Jalta 2.0. zu veranstalten. Alle diese Anforderungen sollten paradoxerweise zur Wiederherstellung der brüderlichen Einheit zwischen Russland und Deutschland führen. Was ist das, wenn nicht die historische Anfälle oder Krämpfe der sowjetischen Revanchisten?

Jedoch sieht NOD in solcher Maßnahmen den Weg zum Umbau des wohlhabendes Deutschlands in einen Satellit des korrumpierten Russlands und weist es als ein Weg zur Befreiung der Deutschen an, als Befreiung von der syrischen Migration und der Bundeskanzlerin Angela Merkel. Natürlich steht in Flugblättern von NOD kein Wort über die kriminelle Einwanderungspolitik des Kremls, von welcher die russische Hauptstadt geplagt und nach und nach in ein Mekka der zentralasiatischen Tourismus und Emigration umgewandelt wird, so dass Moskau nun oft als „Moskwabad” (vgl. Aschgabat) bezeichnet wird.

Natürlich haben die Aktivisten von NOD solche Flugblätter in Russland nicht verbreitet. Sogar für die Mehrheit der Putin-Anhängern würden solche Slogans und Ideen als Wahn eines Verrückten erscheinen. Tatsächlich ist es zumindest seltsam, dass Rettung von Deutschland, einem Land das mehr Bruttoeinkommen pro Kopf, gut funktionierenden Sozialbereich, entwickelte Industrie, einen zuverlässigen Bankensektor und die Trümpfe in der Hand im geopolitischen Poker hat, wichtiger erscheint als die Aufgabe der Entwicklung und Darstellung klarer Forderungen an die eigenen Föderal- und Regionalbehörden.

Daraus entsteht eine logische Frage — wovon wollten die Agenten des Kremls Deutschland eigentlich „befreien”? Angesichts der von NOD-Aktivisten erläuterten Slogans, richten sich die wichtigsten und anspruchsvollsten Versuche von KGB auf eine –  wie in der Ukraine – Rehabilitierung der historischen und (leider) immer noch in Ost-Deutschland vorhandenen Sowjetischen Identität. Darunter müssen wir das Schaffen eines Monsters unter dem Namen DDR 2.0 im ganzen deutschen Gebiet verstehen.

Ein solches Szenario würde für die KGB-Behörden zum wichtigsten Sieg über Europa, auf den sie mit besonderem Vergnügen beim Klingeln der Glocken von Kreml ein Glas „Putinka” trinken würden. Aber was für ein Art von Leben würde es für die deutschen Bürger in einer neuen kriminell-oligarchischen und keiner europäischen Zukunft vorbereiten, können wir uns nur in Alpträumen vorstellen.

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